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![]() Ruf auf eine W2 Professur Dr. Martin Kammler hat einen Ruf auf eine W2 Professur „Oberflächenanalytik“ an die Hochschule Regensburg erhalten und hat diese Poistion ab dem 1. Oktober angetreten. Martin Kammler war als Akademischer Rat im Lehrstuhl von Prof. M. Horn von Hoegen tätig und scheidet leider aus dem besonders ambitionierten und erfolgreichen Projekt B2 „Zeitaufgelöste Elektronenbeugung an Oberflächen“ des Sonderforschungsbereichs SFB 616 „Energiedissipation an Oberflächen“ aus. ![]() Preisverleihung: Gottschalk-Diederich-Baedeker-Preis Privatdozent Dr. Frank-Joachim Meyer zu Heringdorf, Physiker an der Universität Duisburg-Essen (UDE), erhält den mit 5.000 Euro dotierten Gottschalk-Diederich-Baedeker-Preis für seine herausragende Habilitation. Darin befasst er sich mit verschiedenen Phänomenen in der Oberflächenphysik, die er mit der Mikroskopie langsamer Elektronen(LEEM) und mit Photoemissionsmikroskopie (PEEM) untersucht hat. Sein Meisterstück gelang ihm mit der Untersuchung der Dynamik von Oberflächenplasmonen in Silbernanostrukturen. Plasmonen sind kollektive Schwingungen der Elektronen an metallischen Oberflächen, die sich wellenartig ausbreiten können. Seit Jahrhunderten werden Plasmonen in kleinen Metallpartikeln für die Färbung von Kirchenfenstern genutzt. In neuerer Zeit setzt man sie sogar in Schwangerschaftstests ein. Um Plasmonen in der Telekommunikation und als Ersatz für Leiterbahnen in integrierten Schaltkreisen nutzen zu können, muss man aber mehr über die Ausbreitungseigenschaften der Plasmonenwellen wissen, mit denen sich Meyer zu Heringdorf in seiner Habilitation befasst hat. Er baute ein sogenanntes Anrege-Abfrage-Experiment auf und kombinierte es mit einem Oberflächenelektronenmikroskop. Eine Welle fast so schnell wie das Licht. ![]() Auslands-Stipendium für promovierten Physiker. Pünktlich zum Start der Winterzeit packt der 31-jährige Manuel Ligges seine Koffer und zieht für ein Jahr in das sonnige Texas. Unter dem Arbeitstitel „Charge transfer excitons at organic semiconductor interfaces“ untersucht er dort an der UT Austin in der Gruppe von Prof. Dr. Xiaoyang Zhu Ladungstransferprozesse an Grenzflächen zwischen organischen Halbleitern. Das Projekt wird durch den SFB616 und ein Postdoc-Stipendium der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina finanziell unterstützt. Mehr lesen... „Diese Prozesse sind von fundamentaler Bedeutung für Solarzellen aus neuartigen organischen Materialien. In anorganischen Halbleitern , wie beispielsweise Silizium, sind sie schon seit langem verstanden. Die Gesetzmäßigkeiten lassen sich nur leider nicht einfach auf organische Materialien übertragen. Wir versuchen zu verstehen unter welchen Bedingungen sich die Ladungen effizient trennen lassen.“ Manuel Ligges studierte Physik an der Universität Duisburg-Essen (UDE), wo er im August 2009 unter der Leitung von Prof. Dr. Dietrich von der Linde mit Auszeichnung promovierte. Nach seinem Aufenthalt wird er seine Forschung in der Gruppe von Prof. Dr. Uwe Bovensiepen an der UDE fortführen. „Die UDE und der SFB616 bieten mir hervorragende Randbedingungen um dieses Forschungsprojekt in Deutschland fortzuführen.“ ![]() „Ich sperre die Elektronen ein!“ Physikprofessor der Universität Duisburg-Essen (UDE) publiziert neue Erkenntnisse zur Lebensdauer von Quasiteilchen. Eine Forschungslücke hat das Team von Uwe Bovensiepen, Physiker am Sonderforschungsbereich 616 „Energiedissipation an Oberflächen“ der UDE, in Kooperation mit Partnern aus San Sebastian/Spanien geschlossen. Den Forschern gelang es, die rechnerischen Ergebnisse zur Lebensdauer von Quasiteilchen experimentell zu bestätigen. Damit hat die Forschung neue Einsichten über die Elektronendynamik an Grenzflächen zwischen Halbleiter und Metall gewonnen, wichtig für die Herstellung von immer kleineren Strukturen, etwa in Mikroprozessoren. Publiziert wurden die Ergebnisse unter dem Titel „Quasiparticle lifetimes in metallic quantum-well nano-structures“ in der Augustausgabe des Magazins „nature physics“. Mehr lesen...
Es ist ein in der Physik vertrauter Vorgang. Rechnerisch liegt ein Ergebnis seit langem vor. Aber im Experiment kommt man zu davon abweichenden Ergebnissen, und manchmal dauert es Jahrzehnte, bis es gelingt, die Theorie im Experiment zu bestätigen. Ein solcher Fall einer Diskrepanz zwischen Theorie und Experiment lag bislang in der Frage der Lebensdauer von Quasiteilchen in Metallen vor.
Als Quasiteilchen werden Elektronen im Zustand der energetischen Wechselwirkung mit anderen, angekoppelten Elektronen bezeichnet. Lenkt man zum Beispiel einen Laserpuls auf die Oberfläche eines hauchdünnen Bleifilms, so werden die Elektronen an der Oberfläche des Bleifilms angeregt und in eine höhere Schwingungsfrequenz versetzt. Das – modellhaft gesprochen – mit Energie aufgeladene und dadurch vor allen anderen Elektronen sozusagen ausgezeichnete Elektron wird, um das thermodynamische Gleichgewicht unter den Elektronen wieder herzustellen, seine „überschüssige“ Energie unter all die mit ihm verkoppelten Elektronen gleichmäßig verteilen. Am Ende dieses Prozesses verfügen alle beteiligten Elektronen über die gleiche Menge an Energie (die, auf das einzelne Elektron bezogen, natürlich erheblich geringer ausfällt als die ursprünglich auf ein Elektron konzentrierte Energiemenge). Das Energie abgebende und verteilende Elektron ist das sogenannte Quasiteilchen oder auch Quasipartikel. Seine Lebensdauer definiert sich durch die Zeitspanne, die es braucht, um die Energie auf die anderen Elektronen gleichmäßig zu verteilen. „Dieser Zusammenhang ist theoretisch bekannt“, betont Bovensiepen. „Das ist hinlänglich beschrieben und in Anregeabfrageexperimenten beobachtet.“ Es gebe aber einen zweiten Aspekt, der sich wie ein Störfeuer auf die Wiederherstellung des thermodynamischen Gleichgewichts auswirke und in den erwähnten Experimenten die Berechnungen der Forscher bislang erheblich durcheinander gewirbelt habe. „Dummerweise wandern Elektronen nämlich“, sagt Bovensiepen. Ist das Substrat, auf das der hauchdünne Bleifilm aufgebracht ist, ein leitfähiges wie zum Beispiel Kupfer, wandern Elektronen in dieses benachbarte Substrat ab. Bildlich gesprochen: Sie lösen sich aus dem Verband der Elektronen im Blei, bevor sie von dem Quasiteilchen überhaupt mit ihrem Anteil an der zu verteilenden Energie bedacht werden konnten. Das wiederum bedeutet aber: Das Quasiteilchen ist mit der Arbeit des Verteilens schneller fertig als es eigentlich sein müsste – seine Lebensdauer mithin kürzer. Das Einsickern von Elektronen in ein benachbartes Substrat verfälscht also das Ergebnis, es verkürzt die beobachtete Lebensdauer des Quasiteilchens. Bovensiepens Entdeckung: Nimmt man statt des leitfähigen Materials ein Halbleitermaterial wie Silizium als Substrat, lässt sich ein „Energiefenster“ schaffen, innerhalb dessen sich die Theorie zur Lebensdauer von Quasiteilchen experimentell bestätigt. Und das geht so: Die Leitfähigkeit von Silizium ist von der Zufuhr von Wärme beziehungsweise Energie abhängig. „Je mehr sich die Umgebungstemperatur dem Nullpunkt annähert, desto mehr“, sagt Bovensiepen, „wird das Silizium, also der Halbleiter zum Isolator. Drossele ich also die Energiemenge, mit der ich durch den Laserpuls die Oberfläche des auf das Silizium aufgebrachten Bleis beschieße, unter ein bestimmtes Niveau, so verhindere ich ein Abwandern von Elektronen in das Silizium, da in diesem die Wanderungsbewegungen überhaupt zum Stillstand kommen. Ich sperre sozusagen die Elektronen ein. Damit verhindere ich, dass Wanderungsbewegungen die Untersuchung der Lebensdauer von Quasipartikeln behindern und verfälschen. Ich kann diese Lebensdauer unter stabilen Laborbedingungen untersuchen, und es stellt sich heraus, dass die Ergebnisse dem entsprechen, was man rechnerisch schon längst wusste.“ Die beschriebenen Experimente, an der FU Berlin in Kooperation mit einer Forschergruppe vom Donostia International Physics Center, San Sebastian/Spanien, unter der Federführung von Evgueni V. Chulkov begonnen und an der Universität Duisburg-Essen fortgesetzt, sind ein Beispiel dafür, wie im Sonderforschungsbereich 616 „allerschnellste Prozesse in den kleinsten Strukturen“ untersucht und nachgewiesen werden. Für ihre Untersuchungen verwenden die Physiker und Chemiker des SFB ultrakurze Laserpulse. Sie nutzen Verfahren, die extrem schnelle Bewegungen sichtbar machen können. So lässt sich beispielsweise die Flugbahn eines Elektrons auch dann noch verfolgen, wenn es mit einem Tempo durch die Gegend rast, das der Hälfte der Lichtgeschwindigkeit entspricht. Mit einer Länge von wenigen Femtosekunden entstehen auf diese Weise die kürzesten Filme der Welt: eine Femtosekunde ist ein Millionstel von einem Milliardstel einer Sekunde. Der vollständige Artikel mit dem Titel „Quasiparticle lifetimes in metallic quantum-well nano-structures“ findet sich hier http://www.nature.com/nphys/journal/vaop/ncurrent/full/nphys1735.html Kontakt: Professor Uwe Bovensiepen Sonderforschungsbereich 616 der Universität Duisburg-Essen Tel.: 0203 - 379 4566 E-Mail: uwe.bovensiepen@uni-due.de ![]() Karrierekick statt Karriereknick Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Gleichstellungsmaßnahmen. Notfallbetreuung für den Nachwuchs. Damit seine Wissenschaftler- innen und Wissenschaftler Familie und Beruf optimal vereinbaren können, hat der Sonderforschungsbereich SFB 616 der Universität Duisburg-Essen (UDE) eine besondere Kinderbetreuung eingerichtet. Mehr Infos... ![]() Auszeichnung der Alexander von Humboldt-Stiftung Ein Physiker reist um die Welt Vom Himalaya über die Universität Duisburg-Essen (UDE) zu den Wolkenkratzern in Manhattan: Der Nepalese Dr. Giriraj Jnawali hat im Ruhrgebiet erfolgreich promoviert und geht nun als Feodor Lynen-Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung nach New York. Danach wird er seine Forschungen an der UDE weiterführen. Der 35-Jährige erwarb seinen Bachelor of Science an der Tribhuvan University Kathmandu in Nepal. Für seinen Master begab er sich auf die erste große Reise und schloss diesen 2004 mit einer Arbeit in den Nanowissenschaften an der Universität Hannover ab. Im vergangenen Jahr promovierte der Physiker mit „Summa cum Laude“ an der UDE im Lehrstuhl von Prof. Dr. Michael Horn-von Hoegen, wo er seit 2005 arbeitet. Die Forschergruppe beschäftigt sich mit der Physik von Nanostrukturen auf Siliziumoberflächen. ![]() Electronic Excitations Generated by the Deposition of Mg on Mg Films U. Hagemann, D. Krix, and H. Nienhaus Phys. Rev. Lett. 104, 028301 (2010) The article describes the detection of ballistic charge carriers excited by the condensation of Mg atoms on a metallic Mg film. Schottky diodes were used to detect a chemicurrent upon exposure to Mg atoms evaporated from an effusion cell. As schematically shown in the figure there are photocurrents in the diode as well due to the thermal radiation of the evaporator. By varying the temperature photonic and chemical contributions to the detected currents can be distinguished. ![]() A real-time view of mesoscopic surface diffusion K. R. Roos, K. L. Roos, I. Lohmar, D. Wall, J. Krug, M. Horn-von Hoegen and F.-J. Meyer zu Heringdorf Phys. Rev. Lett. 100, 016103 (2008) Electron promotion and electronic friction in atomic collision cascades A. Duvenbeck, O. Weingart, V. Buss and A. Wucher Animation of an atomic collision cascade initiated by 5-keV Ag --> Ag(111) bombardment. In addition to the illustration of atomic particle dynamics, the local excitation energy density is visualized by means of color mapping on femtosecond time scale (see time bar). For a more quantitative analysis of the time-dependent excitation energy density profile as well as for details about the underlying physical model see Duvenbeck et al., New J. Phys. 9 (2007) 38. ![]() Domain sensitive contrast in photoelectron emission microscopy D. Thien, P. Kury, M. Horn- von Hoegen, F.-J. Meyer zu Heringdorf, J. van Heys, M. Lindenblatt and E. Pehlke ![]() Creation of multiple nanodots by single ions Ender Akcöltekin, Thorsten Peters, Ralf Meyer, Andeas Duvenbeck, Miriam Klusmann, Isabelle Monnet, Henning Lebius, Marika Schleberger ![]()
Ultrafast Bond Softening in Bismuth: Mapping a Solid's Interatomic Potential with X-rays D. M. Fritz, D. A. Reis, B. Adams, R. A. Akre, J. Arthur, C. Blome, P. H. Bucksbaum, A. L. Cavalieri, S. Engemann, S. Fahy, R. W. Falcone, P. H. Fuoss, K. J. Gaffney, M. J. George, J. Hajdu, M. P. Hertlein, P. B. Hillyard, M. Horn-von Hoegen, M. Kammler, J. Kaspar, R. Kienberger, P. Krejcik, S. H. Lee, A. M. Lindenberg, B. McFarland, D. Meyer, T. Montagne, É. D. Murray, A. J. Nelson, M. Nicoul, R. Pahl, J. Rudati, H. Schlarb, D. P. Siddons, K. Sokolowski-Tinten, Th. Tschentscher, D. von der Linde, J. B. Hastings ![]() Ballistic electron microscopy of individual molecules Amin Bannai, Christian Bobisch, Rolf Möller
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